Archiv der Kategorie 'Luxus'

Politik alleine macht nicht glücklich.

Ein gutes Essen dagegen schon. Am Besten isst man bekanntlich zu Hause, aber nicht immer ist man Willens zu kochen oder hat eine entsprechende Küche zur Verfügung, gut gibt es deshalb reichlich Restaurants in Zürich. Mit den Restaurants ist es wie mit dem Wein, ab einem gewissen Grundlevel (trinkbar, ohne Fehler) gibt es kein gut oder schlecht mehr, sondern nur ein passend und ein schmeckt mir oder nicht. Manchmal ist man hungrig und möchte nur schnell einen Imbiss nehmen, ein andermal hat man Lust und Zeit für Erlebnisgastronomie und dann gibt es diese Sonntage an denen man einfach zu faul zum kochen ist. Gut ist, wenn man für all diese Gelegenheiten ein entsprechendes Restaurant kennt, denn nichts ist schlimmer als zu einem Fisch-Curry ein Brouilly trinken zu müssen. Es geht zwar schon (leicht gekühlt), aber es passt nicht wirklich. Besser ein kühles Lagerbier (Kingfisher, Cobra), aber dazu braucht es ein gewisses Wissen. Wissen dass ich gerne teile, schliesslich würde ich mich freuen am Morgen auf zufriedene Menschen zu stossen und ausserdem suche ich nach einem Grund nicht mehr so oft kochen zu müssen. Deshalb werde ich in nächster Zeit in der Kategorie Speis&Trank mich dieser Thematik annehmen.

Bon App.

Plastiksackmeitli oder Handtäschlifrau (erster Teil)?

Über Tüten, Taschen, Säcke, Beutel und was es da noch so gibt. Schon Oetzi trug seine Besitztümer mit sich herum und damals war die Welt noch einfach. Kein wunder das in der heutigen Zeit fast niemand mehr ausser Haus gehen kann ohne eine Tasche mitzuführen.

Marktleader ist sicher der altbekannte Papiersack für 30 Rp. meist wohl mit dem Migros Logo bedruckt, kurz gefolgt von Coop und den anderen der Lebensmittelbranche. Vergeblich suche ich sie im Ausland, vielleicht hat man dort noch nicht das Bedürfnis nach so grossen Tüten, es sind ja nicht alle Menschen so reich wie hier.
Mit der Wahl des Sack-Logos kommuniziert man auch gleich noch seinen sozialen Status was das Paarungsverhalten erheblich erleichtert. Migros oder Coop Kinder sind leicht zu erkennen und so ist die erste Bewährungsprobe einer Partnerschaft schon gemeistert. Beziehungen solcherart halten meist überdurchschnittlich lange.
Der arme Punk führt sein Dosenbier in der Denner Tüte, der gutbetuchte seine Schnittchen im Globussäcklein. Bei soviel Harmonie bekam schon mancher Besucher feuchte Augen, kennen die doch meist nur diese dünnen Flattersäcke, die ganze Landstriche in Cristo Manier überziehen.

Der Grosse Nachteil der Schweizer Erfindung? Wasser und andere Flüssigkeiten, die gibt es in unseren Breitengraden nicht zu knapp. Wer kennt das nicht, man ist auf dem Weg zum Altglascontainer mit vier voll beladenen Papiersäcken. Leider wurde nicht immer sauber ausgetrunken und Schwups reisst der nasse Sack, das Glas kullert über die Strasse, und bald schon bildet sich eine Zuschauermenge in der Hoffnung ein aktuelles Ereignis bestaunen zu können. Ach wie peinlich. Der einzige Trick der jetzt noch hilft nicht ins Lokalfernsehen zu kommen, das ganze als Kunstperformance zu definieren und ab durch die Mitte.

Besser ist wenn man einen Rucksack trägt. Der reisst nicht bei Nässe und man hat die Hände frei um Leute beiseite zu schieben, damit man freie Sicht auf die Strassenkunst erhält. Zusätzlich ist man im Ausland leicht zu erkennen für allfällige Landsleute, die einem dann auch gnädigerweise aus dem Weg gehen.
Ja, auf den Rücken, da gehören die Lasten hin. Früher in der Schule war das ja noch selbstverständlich, als man noch die Tonnen von Schulbüchern täglich im Tornister mitführte. Heute erledigen das die grossen Containerschiffe, die Turnschuh Generation ist nicht mehr in der Lage schwere Lasten zu befördern. Einzig Laster werden noch gefördert.
Nun hat sich die Piraterie auf diese Schiffe spezialisiert und so wundert es nicht, dass alle Welt von Bildungskrise spricht. Da man dieses Tun mit Kriegsschiffen unterbinden wird, muss sich der gemeine Pirat etwas neues Suchen. Papiertüten kommen wegen der Feuchtigkeit nicht in Frage, bleiben nur die Rucksackträger.
Nur gut hat man die Hände frei, um sich gegen Piraten zu wehren, die es gar nicht gäbe, würden alle ihre Bürde selber tragen. Aber dazu später mehr…

Lokale Steckenpferde,

Zürich hat ein neues Hobby, ins Café Felix gehen und darüber nörgeln. An zentraler Lage hat „seit kurzem“ ein Café eröffnet, lange kein Grund da hinzugehen. Kürzlich hatte es sich halt ergeben, dass ich das Etablissement betreten habe. Es erinnert schon ein wenig an Barocke Kirchen mit dem Unterschied das letztere nicht so gut besucht sind. Ich habe aber schnell Platz gefunden samt Begleitung und dann passend zur Mittagszeit erst einmal Frühstück bestellt.

Interessanter als das Lokal, waren aber die HoiPolloi die sich darin auf- und unterhielten. Eine bunte Mischung aus Touristen, Wirtschaftsflüchtlingen (Germanistan), Günstlingen, Agglos, Goldküstenchicks, Traktorfahrer und hungrige Langweiler wie mich. Ihr gemeinsamer Nenner ihre negative Haltung gegenüber ihrem Gastgeber. Das Brot zu trocken, der Service zu langsam, die Rosen nicht Saison. Dies alles in einem Ton als spräche man vom Olymp hernieder. Nicht nur hier hatte ich nur negatives gehört, nein auch im Vorfeld wurde mir nur schlechtes berichtet über dieses Cafe.

Dabei war die  Bedienung für Zürcher Verhältnisse nicht nur speditiv, sondern auch noch überfreundlich. Das Gebotene bei weitem besser als ein durchschnittliche Kaffi complet (Bspw. im Café Mondial). Aber es scheint als werde man am Eingang geadelt und sitze fortan auf hohem Ross, gewöhnt an Champagner Bäder und viel Personal versteh ich die Enttäuschung. Nun wenn es aber ein so schrecklicher Ort ist, wieso geht man dennoch hin?  Ich habe keine Antwort, aber so ist das in Züri. Zugegeben die Preise sind gesalzen, aber man bedenke die UBS hat dringend Bargeld nötig insofern, hingehen, zahlen, bei Freunden darüber nörgeln.

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