B wie Bier von hier.

Wie Versprochen ein kurzer Blick ins stadtzürcherische Bierglas. Bier wird bekanntlich in Brauereien gebraut, von denen gab es viele in der Limmatstadt und gottlob gibt es mittlerweile nach dem Niedergangvon Hürlimann (jetzt Google und Co) und Löwenbräu (jetzt Kultur und Co) wieder die eine oder andere Stadtbrauerei.

Um Oben anzufangen, das Beste Bier braut mit Abstand Hirnibräu. Ein Mann mit Brauverstand und das schmeckt man auch. Wer einmal das Glück hatte das eine oder andere Fläschchen aus dem Giftschrank probieren zu können, der weiss wie Bier zu schmecken hat. Einziges Problem an der Sache ist natürlich der Vertrieb, klein und fein führt leider dazu, dass es nur in den wenigsten Lokalen erhältlich ist, gottlob kann man es sich nach Hause liefern lassen.

Auf dem zweiten Platz folgt der Lokalmatador Turbienenbräu. 1997 angetreten gegen die Vormachtstellung der Grossbrauereien hat sich die Brauerei prächtig entwickelt. Sie vertreiben nicht nur coole T-Shirts, nein sie brauen auch gutes Bier. Angefangen hat alles eher klein neben dem Les Halles (heute Besame Muchoo). Heute kann man es in diversen In-Lokalen trinken. Nebst einem „Standart“ Lager, hat es mir das Rekord (am liebsten offen) angetan, sind gute dunkel Biere doch Mangelware. Mit dem Taifun habe sie übrigens den besten Begleiter zu asiatischem Essen geschaffen.

Auf dem Dritten Platz die Hausbrauerei der Liberalen (s’Bier, Flühgasse 8), aber keine Angst, brauen tut meines Wissens ein pensionierter Profi. Die Liberalen beschränken sich auf ihre Kernkompetenzen, dem Finanzieren und Vermarkten. So schmeckt das Bier und man steht Samstags in der Schlange um noch einen Kasten ab Rampe zu kaufen.

Und dann noch Amboss, zugegeben über Geschmack lässt sich streiten, aber wo kein Geschmack ist ist auch kein Streit. Insofern ein ideales Bier für den Nahen Osten, wenn nur der Alkohol nicht wäre. Man munkelt der Name komme vom Gefühl, dass man am nächsten morgen im Kopf hat. Spass beiseite, zu wenig Hopfen zu wenig Vollmundig (Besteht die Schüttung aus Gerstenstroh?), kurz nicht mein Geschmack.
Gebraut und Abgefüllt wir es ausserdem im steuergünstigem Baar bzw. Solothurn (obergährig), die machen ansonsten sehr gute Biere (Dunkel und Bügelspez). Insofern ist Amboss also auch gar keine Brauerei…dann schon lieber es Hürlimaa aus Rheinfelden.

Zu guter Letzt noch der Bierpaul, Ein Bierkonzept, das eigentlich mit Zürich nicht viel am Hut hat (ausser 01, aber das nun auch nicht mehr), wird es doch von der Erusbacher Brauerei hergestellt. Keine Angst, das Bier hat keine weisse Socken. Die Idee mal etwas anderes zu machen, statt nur Stangen-Lager finde ich unterstützenswert, zumal die eine oder andere Sorte wirklich sehr gut gelungen sind.
Das ganze hat nur zwei Probleme, erstens das Nummernkonzept. Wer tauft seine Biersorten 01, 02, 03? Das kann sich keiner (zumindest ich) merken (spätestens nach dem ersten, zweiten,…Bier) und so wird das bestellen zum Glücksspiel. Dabei könnte man sie ja einfach „Weizenpaul“, „Dunklerpaul“ und „Roggenpaul“ nennen.
Das Zweite sind die „ä-stange. Ich au“ Trinker, so läuft das Bier nicht immer zügig über die Theke, bzw. ist der Absatzmarkt halt doch sehr klein. Die Folge davon ist, dass die eine oder andere Flasche schon etwas lange rumsteht. Das ist wohl das Schicksal von Spezialbieren und eigentlich ja nicht der Fehler der Brauerei. Mein Tipp ein Doppelbock belgischer Stil, dem tut ein wenig warten Gut.

Proscht Nägeli!

PS: Alle die ich vergessen habe, werden nach einreichen eines Musterexemplars natürlich gerne angefügt.


1 Antwort zu „B wie Bier von hier.“


  1. 1 Andreas Aemmer 16. Mai 2009 um 14:38

    Vielen Dank für die Blumen!


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