Ich habe kürzlich über das Zen der Leere berichtet und dabei ganz die Versuchung aus dem Schlaraffenland vergessen welches in Form der Migros unweit davon lauert. Und zwar nicht irgendein Migros sondern ein besonders fortschrittlicher, passend zum Quartier. Ein Ort wo neue Produkte und Konzepte ausprobiert werden, quasi eine Spielwiese für PR-Meitli und Marketingfritzen. Bei dem kleinen Platz ist das Sortiment natürlich begrenzt, aber man findet immer mal wieder ein neues kreatives Produkt (dazu später mehr). Wegen dem kleinen Sortiment gibt es auch keine Wägelchen sondern nur Handkörbchen, mit Grosseinkauf ist also nix. Der hätte ja auch keinen Platz in der nahen Loft.
Neue Konzepte werden aber nicht immer gut aufgenommen, die Singlekörbchen haben sich nie so recht durchsetzten können, ausser bei Männerbekanntschaften. Das mag aber auch an der einschlägigen Klientel des nahen Fitnesstudios liegen. Ein Einkaufsprofi erkennt auch anhand der eingekauften Ware wer Single ist und was für ein Lebensstil geführt wird.
Nebst Laden gibt’s auch eine Tränke mit Speisen, nur zu den Zeiten zu denen ich dort verkehre ist die Speisevitrine meist leer. Das ist aber nicht weiter schlimm, da ich dort nicht zu speisen pflege, sondern nur den Kaffee trinke. Der Kaffe ist akzeptabel (Preis/Leistung) und bietet die Möglichkeit ihn draussen auf dem Bänkchen zu trinken (in der nicht so kalten Jahreszeit). An selbigen Bänkchen müssen alle vorbei, den eine Art künstliche Verengung, quasi eine hohle Gasse durch die all die Leute schreiten müssen, führt in den Puls5. Vorbei an mir und meinem Kaffee. Das ist ein schönes Hobby dort zu sitzen, Leute zu mustern und den Kaffee kalt werden zu lassen. Die Leute hier haben einen sehr eigenen Stil, ihre Kleidung ist kreativer, und nicht so uniform von H&M, aber ihre Körper sind nicht so durchtrainiert wie in anderen Stadtteilen. Ich vermute sie verbringen mehr Zeit mit ihrer Kleidung als im Fitnessstudio, aber das ist ja einschlägig bekannt.





0 Antworten zu „Einkaufen und Kaffe saufen…“